Motorräder für Anfänger

Handschuhe an, Helm auf und rauf aufs Motorrad - doch welches ist das passende Modell für Bike-Neulinge oder Wiedereinsteiger? Wir haben ein paar wichtige Eigenschaften zusammengetragen, welche Ihr erstes Motorrad aufweisen sollte und geben Ihnen einige Beispielmodelle, die sich besonders für Töff-Anfänger eignen.

Diese Punkte zeichnen ein Einsteigerbike aus

Schutzvorrichtung fürs Motorrad

Direkteinstieg

Top 5 Einsteigerbikes für Motorrad-Anfänger (Kategorie A2)

Top-Bikes für Kategorie A-Anfänger und Wiedereinsteiger

Bikes für Frauen

 

Diese Punkte zeichnen ein Einsteigerbike aus

Natürlich gibt es nicht DEN einen perfekten Töff für Einsteiger. Jeder Motorradfahrer hat unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen an sein Bike - und dementsprechend eignen sich auch unterschiedliche Motorräder für jeden Fahrer. Es gibt allerdings ein paar Punkte, welche ein Motorrad im Allgemeinen anfängerfreundlicher machen:

  • Eine niedrige Sitzhöhe - damit man mit beiden Füssen abstehen kann und so einen sicheren Stand hat.
  • Ein geringes Gewicht - so lässt sich das Motorrad leichter handhaben, auch wenn es einmal umzukippen droht.
  • Ein niedriger Schwerpunkt - dieser bringt durch das tiefliegende Gewicht eine leichtere Kontrolle mit sich, wodurch einige Fahrfehler besser kontrolliert werden können.
  • Eine aufrechte Sitzhaltung - diese sorgt für eine gute Übersicht und eine entspannte Körperhaltung.
  • Ein Antiblockiersystem (ABS) - damit man auch bei abrupten, starken Bremsmanövern die Kontrolle behält.
  • Ein handliches Lenkverhalten sowie ein grosser Lenkeinschlag - damit Kurven sicher gefahren werden können.
  • Eine lineare Leistungsentwicklung - dadurch ergibt sich eine gute Fahrzeugkontrolle.
  • Eine tiefere PS-Zahl - diese kann dafür sorgen, dass man nicht zu aggressiv fährt und sich weniger überschätzt.

Ausserdem spielt die Motorrad-Klasse eine wichtige Rolle - ob Tourer, Sportler oder Chopper: Jede Kategorie hat ihren ganz eigenen Reiz und bietet gut geeignete Einsteigerbikes an. 

Schutzvorrichtung fürs Motorrad

Wenn Sie noch nicht lange auf einem motorisierten Zweirad unterwegs sind, fehlt die Routine und dementsprechend kann es schneller zu Missgeschicken kommen. Ein spezifisches Problem bei Motorrädern: Sie können umkippen. Dadurch werden als erstes meist Fussrasten, Rückspiegel oder Blinker in Mitleidenschaft gezogen. Um dem vorzubeugen, können Sie Sturzbügel oder Sturzpads an Ihrem Bike anbringen lassen. Diese federn den Sturz ab und schützen so Töff-Teile wie den Rahmen oder den Motor. Zudem gibt es Handprotektoren, welche nicht nur den Lenker sondern auch die Hände schützen. 

Natürlich sind solche Schutzvorrichtungen nicht nur bei Motorrad-Neulingen sinnvoll - sie können sich auch bei erfahrenen Bikern lohnen.

Direkteinstieg

Wer früher mit dem Motorradfahren anfangen wollte und mindestens 25 Jahre alt war, konnte direkt die Prüfung für die Kategorie A absolvieren. Dadurch stand den Töff-Neulingen bereits zu Beginn die Möglichkeit offen, mit einer grossen Maschine von mehr als 35 kW Leistung über die Strassen zu brettern. Diesen sogenannten Direkteinstieg gibt es jedoch seit Januar 2021 nicht mehr.

Neu müssen alle Töff-Anfänger zunächst mindestens zwei Jahre mit einem Motorrad der Kategorie A2 fahren. Um anschliessend den Führerschein der höchsten Kategorie zu erlangen, muss erneut eine praktische Prüfung absolviert werden.

Wenn Sie bereits wissen, dass Sie nach diesen zwei Jahren sowieso auf eine grössere Maschine wechseln möchten, können Sie sich auch schon ein Motorrad der Kategorie A zulegen und dieses entsprechend drosseln lassen. Dies bringt den Vorteil, dass Sie, sobald nach zwei Jahren die praktische Prüfung für die grosse Kategorie erfolgreich absolviert haben, ohne Drosselung auf Ihrem bekannten Bike weiterfahren können. Aber beachten Sie dabei, dass nur Motorräder mit maximal 70 kW (90 PS) Leistung auf 35 kW gedrosselt werden dürfen.

Top 5 Einsteigerbikes für Motorrad-Anfänger (Kategorie A2)

Damit Sie eine Idee bekommen, welche Motorräder sich für Neulenker eignen, stellen wir Ihnen ein paar Modelle vor. Am wichtigsten jedoch bleibt vor dem Kauf vor allem eines: das Probefahren. Testen Sie das Motorrad, um herauszufinden, ob die Sitzhöhe passt, die Sitzposition bequem ist, Sie mit beiden Füssen den Boden berühren können und ob Sie mit dem Gewicht klar kommen.

Kawasaki Z 400

Mit 45 PS nähert sich die Z 400 schon den Bikes aus der grössten Kategorie. Sie eignet sich jedoch trotzdem sehr gut für Einsteiger, da sich die Leistung regelmässig und sanft entfaltet. Für ein tolles Handling sorgt neben dem niedrigen Gewicht von rund 140 kg auch die entspannte aufrechte Sitzposition. Bei einer Sitzhöhe von 78.5 cm haben zudem auch kleinere Biker einen sicheren Stand.

Honda CB 500 F

Zwar ist die CB 500 F mit ihren 194 kg um einiges schwerer als andere Bikes in dieser Kategorie - das Handling wird dadurch allerdings nicht negativ beeinflusst. Ein breiter Lenker sowie eine aufrechte und angenehmen Sitzposition sorgen für die volle Kontrolle. Das Fahrwerk ist zudem darauf abgestimmt, kleine Fehler zu verzeihen, was für noch mehr Komfort sorgt. Mit den 48 PS werden die Grenzen der A2-Kategorie voll ausgeschöpft - Fahrspass garantiert!

KTM 390 Duke

Die schmale Taille und der breite Lenker der 390 Duke sorgen für eine angenehme Sitzposition. Da das Motorrad ausserdem nur 150 kg auf die Waage bringt, ist die KTM sehr agil und leicht zu steuern. 44 PS sorgen dabei für eine ordentliche Beschleunigung nach der Kurve. Die relativ niedrige Sitzhöhe von 83 cm sorgt ausserdem für einen sicheren Stand.

Yamaha MT-03

Das Naked Bike punktet mit einer sehr niedrigen Sitzhöhe von 78 cm, wodurch auch kleinere Biker einen festen Stand haben. Der etwas höher positionierte Lenker ermöglicht eine aufrechte Sitzposition und dadurch einen guten Überblick über den Verkehr. Mit 169 kg Gewicht ist die MT-03 einfach zu Manövrieren und überfordert zu keiner Zeit. Die Leistung des Zweizylinders (42 PS) ist gut dosierbar und sorgt zudem für viel Freude beim Fahren.

Honda CMX 500 Rebel

Wer auf Cruiser steht, sollte einen genauen Blick auf die Honda Rebel werfen. Denn im Einsteigersegment steht sie praktisch ohne vergleichbare Konkurrenz da. Dank der sehr niedrigen Sitzhöhe von 69 cm sowie den 190 kg Gewicht ist sie sehr angenehm zu fahren und leicht beherrschbar. Der breite Lenker und die schmale Taille schaffen zudem eine bequeme Sitzposition mit viel Überblick. Die Rebel kann ausserdem nicht nur cruisen, sondern ist sehr wendig und macht deshalb auch auf kurvenreichen Strassen Spass - für die nötige Beschleunigung sorgen dabei 46 PS.

Top-Bikes für Kategorie A-Anfänger und Wiedereinsteiger

Sie haben den Führerausweis der Kategorie A in der Tasche? Dann warten jetzt die grossen Maschinen auf Sie! Wir stellen Ihnen ein paar Modelle vor, welche sich für den Einstieg in diesen Bereich anbieten. Denn die Umstellung auf ein Bike mit starker Leistung und hoher PS-Zahl kann trotz Fahrerfahrung anspruchsvoll sein. Diese Motorräder eignen sich ebenfalls für Wiedereinsteiger, die nach ein paar Jahren Pause erneut mit dem Töff-Fahren anfangen möchten.

Honda NC 750 X

Die Enduro punktet vor allem mit einer entspannten Sitzposition und einem guten Windschutz, welche das Bike langstreckentauglich machen. Der sehr niedrige Schwerpunkt des Motorrads sorgt zudem für eine angenehme Handlichkeit beim Fahren. Die Sitzhöhe von 80 cm bringt einen sicheren Stand mit sich. Ausserdem bringen die 59 PS schon eine ordentliche Leistung auf den Asphalt für einen Töff-Neuling. Mit rund 210 kg Gewicht ist die Honda jedoch nicht mehr das leichteste Bike.

Suzuki DL V-Strom 650

Wenn Sie als Einsteiger bereits sportlich unterwegs sein möchten, sollten Sie sich die Suzuki V-Strom 650 genauer anschauen. 69 PS und 645 ccm bieten bereits ordentlichen Fahrspass. Der schmale Lenker ermöglicht eine aufrechte und entspannte Sitzposition. Anders als bei Choppern oder Cruisern liegt hier der Schwerpunkt jedoch deutlich höher - dazu kommt eine Sitzhöhe von 83 cm, weshalb die Suzuki weniger für kleinere Fahrer geeignet ist.

Ducati Monster 696

Die Monster 696 ist mit 186 kg vergleichsweise leicht und zeichnet sich durch eine bequeme Sitzposition aus, was eine einfache Handhabung mit sich bringt. Dadurch macht sie vor allem auf kurvenreichen Strecken mit ihren 80 PS viel Spass. Alles ist auf eine einfache und stressfreie Bedienbarkeit optimiert - so lassen sich Kupplung, Gas und Bremse mit geringem Kraftaufwand bedienen. Durch die Sitzhöhe von 77 cm ist das Naked Bike zudem auch für kleinere Fahrer bestens geeignet.

BMW F 800 R

Die sportliche Fahrwerksabstimmung bringt der F 800 R einen frechen Charakter, sorgt aber gleichzeitig auch für eine einfache und kontrollierte Fahrweise. Für die nötige Leistung sorgen 90 PS, wobei sich diese ruhig und gleichmässig entfalten, was wiederum ein gutes Handling mit sich bringt - dies macht sich vor allem in Kurven positiv bemerkbar. Ein weiterer Pluspunkt: BMW bietet neben der serienmässigen Sitzhöhe von 79 cm sowohl tiefere (77 cm) als auch höhere (82 cm) Alternativen an - so finden Sie bestimmt das passende Bike für sich.

Bikes für Frauen

Natürlich gelten die oben genannten Tipps für jeden Bike-Neuling - egal ob Mann oder Frau. Da Frauen jedoch im Durchschnitt kleiner und leichter sind als Männer, gibt es einige Motorräder, welche besser auf Anfängerinnen zugeschnitten sind als andere. Wir stellen Ihnen drei Modelle davon vor.

Kawasaki Z 650

Der Zweizylinder der Z 650 verteilt die 68 PS beim Fahren gleichmässig, was für ein angenehmes Handling sorgt. Durch die niedrige Sitzhöhe von 79 cm können auch kleinere Biker beim Stoppen sicher abstehen. Dazu kommt, dass der Tank weit nach oben gezogen wurde, was einen guten Halt an den Knien mit sich bringt - dadurch entsteht beim Fahren das Gefühl, integriert und sicher zu sitzen.

BMW G 310 R

Die rund 160 kg leichte BMW G 310 R ist ein relativ leichtes und dadurch auch wendiges Motorrad. Der breite Lenker sowie die aufrechte Sitzposition bringen eine entspannte Haltung mit sich. Dazu kommt zusätzlich die niedrige Sitzhöhe von 78.5 cm - diese drei Punkte machen das Manövrieren auch auf kurvenreichen Strecken einfach.

Yamaha MT-07

Das Mittelklasse-Motorrad gehört zu den erfolgreichsten Maschinen von Yamaha - und das hat seine Gründe. Das Naked Bike zeichnet sich zum einen durch ein stabiles Fahrwerk aus und ermöglicht dem Biker eine Motorradtour, ohne viel schalten zu müssen. Zum anderen kann die MT-07 mit ihren 74 PS besonders auf kurvenreichen Strecken auch mit grösseren Maschinen mithalten. Dabei bringt das Bike 183 kg auf die Waage. Das relativ niedrige Gewicht sowie die Sitzhöhe von 80.5 cm erlauben ein einfaches Rangieren und leichtes Handling.

Fazit

Tourer, Sportler, Cruiser, Enduro - bei der riesigen Auswahl an Motorrädern kann die Entscheidung für ein Bike schwer fallen, besonders wenn man noch am Anfang der “Motorradkarriere” steht. Am wichtigsten bleibt vor dem Kauf in jedem Fall das Probefahren: Machen Sie sich mit ihrem Traum-Töff vertraut, bevor Sie sich endgültig entscheiden. Dann steht der Freiheit auf zwei Rädern nichts mehr im Weg.

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