HONDA CB125 R - Neo Sports Café für stilbewusste Einsteiger

Mit ihrem neuen und herausstechenden Design sorgt die neue Honda CB1000R seit der Saison 2018 für Aufsehen im Segment der Naked-Bikes. «Neo Sports Café» nennt Honda den Look, der ebenso den kleinen CB-Schwestern spendiert wurde.

Zahlen zur Honda CB125R 

  • Motortyp: Wassergekühlter Viertakt-Einzylinder

  • Hubraum: 124,7 ccm

  • Max. Leistung: 13,3 PS bei 10‘000/min

  • Max. Drehmoment: 10 Nm bei 8000/min

  • Gewicht: 126 kg fahrfertig

  • Preis: 4990.– Franken

  • Konkurrenten: KTM 125 Duke, Yamaha MT-125

  • Stand: Oktober 2018

Ein runder Scheinwerfer an einem modernen Naked-Bike? Mit diesem markanten Element tritt die neue CB-Familie von Honda seit Beginn der Saison 2018 selbstbewusst auf. Bei Honda zumindest scheinen die Zeiten damit vorbei zu sein, da solche Schlichtheit allein klassisch angehauchten Bikes wie der CB 1100 vorbehalten war.

Um Retro oder Vintage geht es bei „Neo Sports Café“ aber nicht wirklich, obwohl das beim Ausdruck Café (Stichwort Café Racer) natürlich mitschwingt. Dass die CB125R ein durch und durch modernes kleines Naked-Bike ist, wird nicht nur klar, wenn man sich den Rest des Motorrads ansieht, sondern insbesondere, wenn man es fährt.

Ordentlicher Vortrieb

Der wassergekühlte Einzylindermotor mit zwei Ventilen bringt es statt der erlaubten 15 zwar nur auf 13,3 PS, doch sorgen diese dank vergleichsweise geringen 126 Kilo für ordentlichen Vortrieb. Vorausgesetzt, man ist bei starkem Gegenwind auch mal zu geduckter Haltung und beim Kurvenwetzen zum fleissigen Schalten bereit. Dank leichtgängiger, präziser Kupplung und stets sauber einrastenden sechs Gängen wird dies auch nie zur Last.

Die Gasannahme ist direkt, aber nicht ruppig und Lastwechselreaktionen fallen nicht ins Gewicht. Singletypisch treten bei höheren Drehzahlen Vibrationen auf, doch werden diese nie so stark, dass sie an Händen, Füssen oder etwa dem Gesäss unangenehm auffallen würden.

Flink in der Stadt, stabil über Land

Auf Stadtgebiet erweist sich die CB125R als flinker Flitzer, der überall hindurchpasst und unaufgeregt an abbiegenden Autos vorbeizischt. Trotz ihrer Handlichkeit liegt sie dank ausreichend straffer – nicht jedoch unkomfortabler – Abstimmung selbst bei 120 km/h auf der Autobahn oder auf der kurvigen Landstrasse stabil in der Spur. Bei der Entwicklung der CB125R haben die Ingenieure besonders auf die Massenzentralisierung Wert gelegt. Die Gewichtsverteilung liegt bei 51,6 Prozent vorne und 48,4 Prozent hinten, was dem Fahrer ein gutes Gefühl fürs Vorderrad gibt.

Das Vorderrad wird von einer neuen Showa-USD-Gabel (41 mm) geführt, das Hinterrad von einer neu entwickelten Zweiarmschwinge mit 15 Prozent höherer Steifigkeit im Vergleich zur CBR125R. Die Zehnspeichenräder sind aus gewichtsparendem Aluminium gefertigt.

Mit ABS und Heck-Abhebeverhinderung

Wenn es ums Verzögern geht, ist auf die Bremsen von Nissin verlass. Selbstverständlich sorgt ein ABS für Sicherheit, was gerade bei Schreckbremsungen ein echter Vorteil ist. Dank verbauter IMU (Inertial Measurment Unit, auf Deutsch: Trägheitsmesseinheit) verfügt das ABS sogar über eine Heck-Abhebeverhinderung.

Obwohl es sich bei diesem Newcomer nur um einen 125er handelt, finden ausgewachsene Fahrer gut Platz. Der Sattel ist bequem und die Haltung auf dem Bike ist neutral bis leicht sportlich nach vorn geneigt. Der Lenker weist eine angenehme Breite auf und liegt gut in der Hand. Die Füsse finden auf den Rasten sicheren Halt.

Bassiger Sound

Soundtechnisch ist im Allgemeinen von viertaktenden 125er-Einzylindern nicht sehr viel zu erwarten. Und natürlich kann auch die CB125R nicht mit ihrer grossen 1000er-Schwester mithalten. Doch den Ingenieuren ist es gelungen, für einen adäquaten Klang zu sorgen. So ist insbesondere kein störendes Scheppern zu vernehmen – im Gegenteil. Es klingt sogar recht bassig, was da aus dem kleinen Endtöpfchen schallt.

Das Cockpit dominiert ein schlichter wie funktionaler Tacho, der zwar alle Infos und sogar einen individuell einstellbaren, weissen Schaltblitz bietet. Nur leider ist der Kontrast des LC-Displays zu schwach geraten, so dass das Ablesen mit getöntem Visier bei Gegenlicht selbst in der hellsten Stufe schwer fällt. Schade ist ferner, dass die Handhebel für die Vorderradbremse und die Kupplung nicht einstellbar sind, was in dieser Klasse aber die Regel ist.

Vier Farben und LEDs rundum

Vier Farben stehen für die CB125R zur Auswahl: Grau, Schwarz, Rot und Weiss. Der Rahmen ist bei allen Varianten anthrazitfarben gehalten. Was die Beleuchtung angeht, setzt auch diese kleine Honda auf LEDs rundum. Die Verarbeitung insgesamt wirkt sehr wertig.

Fazit: Die neue Honda CB125R ist definitiv und zurecht ein attraktiver Hingucker im 125-er-Segment. Vor allem für Töffnovizen, die ein unkompliziertes und dennoch optisch eigenständiges und auch spassbringend zu bewegendes Motorrad suchen, dürfte sie eine interessante Wahl darstellen. 

+++ Wertungen +++

Das hat uns gefallen:

  • Optik wie die grosse CB1000R
  • Wertige Verarbeitung
  • Bremsen
  • Motor
  • Leistungs-Gewichts-Verhältnis

Das hat uns weniger gefallen:

  • Position der Schalter für Blinker und Hupe
  • Ablesbarkeit Tacho bei Gegenlicht mit dunklem Visier
  • Hebel für Bremse und Kupplung nicht einstellbar
1800 / 1600 1.125

Bildergalerie Honda CB125 R