Aprilia RSV4 Factory SBK - Exklusive Racing-Technologie

Aprilia sorgt mit einem neuen Vierzylinder für Furore: Die RSV4, ein Superbike mit brachialem Hightech-V4-Motor, wurde eigens für die Rennstrecke entwickelt. Eine limitierte Version wird in der Schweiz als «RSV4 Factory SBK» angeboten.

33 Weltmeistertitel, 254 Siege bei den Motorrad-Weltmeisterschaften und 8 Siege beim Superbike: In den vergangenen zwanzig Jahren wurde Aprilia zu einem der grossen Namen des Motorradsports. Seit der Piaggio-Konzern Aprilia im Jahr 2004 übernommen und ihr dadurch die nötigen Geldmittel für neue Entwicklungen verschafft hat, geht es mit der jungen Marke auch abseits der Rennstrecke steil aufwärts.

Ein Highlight dieses Jahres ist die RSV4, ein neues Superbike für die Rennstrecke mit leistungsstarkem Hightech-V4-Motor. Mit 40 Millionen Franken Entwicklungskosten ist es das teuerste und aufwändigste Serienbike in der Geschichte des Herstellers. Vier Jahre beanspruchte die Entwicklung durch die Aprilia Racing-Abteilung. Mit ihrer Vorgängerin, der RSV Mille, hat die RSV4 kaum mehr etwas gemeinsam. Nur das von Stardesig¬ner ¬Miguel Galluzzi im Windkanal entwickelte Fahrwerk lässt sich als Hommage an die Vorgängerin verstehen.

Typische Aprilia-Ästhetik

Die Eckdaten zu der RSV4: 999 ccm Hubraum, kompaktes Chassis, kurzer Radstand und ein sehr kurzer und eher schmaler 65 Grad-V4-Motor. Mit seinen 180 PS ist er der stärkste, den Aprilia je konstruiert hat. Die mit einem Trockengewicht von 179 kg sehr leichte Wettkampfmaschine ist äusserst kompakt gebaut. Doch auch gross gewachsene Fahrer finden auf ihr problemlos Platz.

Optisch dominiert wird sie von einer bulligen Front und einem auffälligen, lediglich 10 kg schweren, Alu-Brückenrahmen. Dieses Rahmenbauprinzip ist ein typisches Element der Aprilia-Ästhetik. Mit diesem scharfen Fahrwerkdesign hat Aprilia einen neuen Standard gesetzt – und begegnet damit seinem Ruf als Roller- und 125er-Hersteller, der ihm teilweise immer noch anhaftet.

Die RSV4 bietet Einstellungsmöglichkeiten wie keine andere Serienmaschine. Eine technische Finesse ist die variable Positionierung des Motors im Rahmen: Durch das Tauschen von Einsätzen lässt sich der Motor um bis zu zehn Millimeter absenken.

Ride-by-Wire-Technologie

Neben einer Traktionskontrolle und einer Anti-Hopping-Kupplung kommt die so genannte Ride-by-wire-Technologie zum Einsatz. Bei diesem System können während der Fahrt drei so genannte Mapping-Modi angewählt werden: «R» für Regen drosselt die Motorleistung um 25 Prozent, bei «S» für Sport reagiert der Motor sehr direkt und im Rennstreckenmodus «T» für Track wird in allen Gängen die volle Leistung geliefert.

Die erhältliche Factory-Version in den Farben Rot-Schwarz ist eine auf 1000 Stück limitierte Nachbildung der Rennversion. In der Schweiz wird sie unter der Bezeichnung «RSV4 SBK Factory» zu einem Preis von 28‘995 Franken angeboten. Trotz grosser Nachfrage sind bisher lediglich 25 dieser Edelrenner für den Schweizer Markt vorgesehen. Die günstigere R-Version folgt erst zum Saisonende.

Aprilia Occasionsbikes

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