Verkehrsbussen in der Schweiz - Verkehrsbussen - Eine Übersicht

Was passiert, wenn ich mich auf der Strasse nicht korrekt verhalte? Das Bussensystem in der Schweiz.

Damit auf der Strasse nicht das Chaos ausbricht, braucht es Regeln. Wie sich Verkehrsteilnehmer in der Schweiz zu verhalten haben, hat der Bund im Strassenverkehrsgesetz (SVG) festgelegt. Wer diese Regeln missachtet, der wird gebüsst.

In vielen Fällen - Falschparkieren oder etwa ein vergessener Ausweis - geschieht dies mittels einer Ordnungsbusse. Deren Höhe ist abhängig von der Schwere des Vergehens und liegt zwischen 20 und 260 Franken. Eine komplette Übersicht bietet die Ordnungsbussenverordnung des Bundes.


Für gröbere Widerhandlungen gibt es drei Kategorien: leicht, mittelschwer und schwer. In diese Kategorien fallen vor allem die drei Bereiche Rasen, Alkohol und Drogen.

Leichte Widerhandlungen

  • Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts um 16-20 km/h
  • Geschwindigkeitsüberschreitung ausserorts um 21-25 km/h
  • Geschwindigkeitsüberschreitung auf Autobahnen um 26-30 km/h
  • Fahren mit einer Alkoholkonzentration von 0,50 - 0,79 Promille.


Leichte Widerhandlungen führen bei Ersttätern neben der Busse zu einer Verwarnung. Das heisst konkret: Bei der nächsten Wiederhandlung gilt der verantwortliche Lenker als Wiederholungstäter und wird härter bestraft.

Mittelschwere Widerhandlungen

  • Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts um 21-24 km/h
  • Geschwindigkeitsüberschreitung ausserorts um 26-29 km/h
  • Geschwindigkeitsüberschreitung auf Autobahnen um 31-34 km/h
  • Fahren mit einer Alkoholkonzentration von 0,50- 0,79 Promille, wenn zusätzlich eine weitere leichte Widerhandlung (siehe oben) vorliegt.

Mittelschwere Widerhandlungen führen bei Ersttätern - zusätzlich zur Busse - zu einem Entzug des Führerausweises für mindestens einen Monat.

Schwere Widerhandlungen

  • Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts (über 25 km/h)
  • Geschwindigkeitsüberschreitung ausserorts (über 30 km/h)
  • Geschwindigkeitsüberschreitung auf Autobahnen (über 35 km/h)
  • Fahren mit einer Alkoholkonzentration von mehr als 0,80 Promille
  • Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln/Drogen

Schwere Widerhandlungen führen bei Ersttätern - zusätzlich zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe - zu einem Entzug des Führerausweises für mindestens drei Monate.

 

Welche Grenzwerte gelten bei Cannabis & Co.?

Grundsätzlich gilt die "Nulltoleranz". Aus Gründen der Messbarkeit hat der Gesetzgeber für THC/Cannabis ein Grenzwert von 1,5 Mikrogramm pro Liter Blut festgelegt. Für Morphin/Heroin, Kokain, Amphetamin, Metamphetamin und die Designer-Amphetamine MDEA („Eve“) und MDMA („Ecstasy“) sind es 15 Mikrogramm pro Liter Blut.

 

Wiederholungstäter werden strenger bestraft

Härtere Strafen sollen vor allem Wiederholungstäter abschrecken.
Die bisher beschriebenen Bussen und Massnahmen gelten für Ersttäter. Wer zum Wiederholungstäter wird, dem drohen deutlich schärfere Massnahmen. Seit 2005 gilt in der Schweiz das folgende System: Bei erneuten mittelschweren oder schweren Widerhandlungen verlängert sich die Mindestentzugsdauer des Führerscheins stufenweise.

Bei drei schweren Widerhandlungen oder vier mittelschweren Widerhandlungen innert 10 Jahren wird der Ausweis mindestens für zwei Jahre entzogen. Kann der auf diese Weise entzogene Ausweis wiedererteilt werden und begeht der Inhaber eine erneute Widerhandlung, wird ein Entzug für immer ausgesprochen.