Testbericht - Ducati 1199 Panigale

Ducati 1199 Panigale
 
 

 

 


Neue Ära
Mit der 1199 Panigale läutet Ducati bei seinen Superbikes eine neue Zeitrechnung ein. Und tatsächlich ist an der Primadonna so gut wie alles neu. Nur der Spirit ist geblieben - und das ist gut so.
19.04.2012 Daniele Carrozza

Italien ist ein Land der Traditionen. Da schätzt man Dinge, die historisch gewachsen, die von Dauer sind: die grandiose Gastronomie, die exzellente Mode, das prämierte Design und natürlich der meisterliche Automobil- und Motorradbau. All diese Künste fussen auf überliefertem Wissen aus mehreren Generationen und damit auf Kontinuität.

Seinen unwiderstehlichen Glanz hat das Prädikat «made in Italy» jedoch nicht nur der Materialisierung von Traditionen zu verdanken. Nein, es ist auch diese perfekte Balance zwischen dem Festhalten an Altbewährtem und der Fähigkeit, genau im richtigen Moment auf Avantgarde und Innovation zu setzen.

Bella Macchina!
Ducati 1199 Panigale
Passende Kulisse: Die Rennstrecke von Abu Dhabi.
Und ein Bike, das exakt dieser Philosophie entspringt, ist die unter tosendem Beifall in Mailand vorgestellte 1199 Panigale - das neuste Superbike aus dem Hause Ducati, das in der Schweiz ab April in vier Versionen anrollen wird.

Als Basis für 24'990 Franken, als Basis-Version mit ABS (25'990 Franken), als die hier vorgestellte S ABS (30'990 Franken) mit elektronischem Fahrwerk und weiteren technischen Besonderheiten sowie als exklusiv-limitierte 1199 Tricolore für'35 990 Franken.

Neue Ära - neuer Motor
Ducati 1199 Panigale
Die Instrumente? Top.
Dem Team um Chefingenieur Andrea Forni war schon zu Beginn des Panigale-Projekts klar, dass es der 170 PS starke Testastretta-Evoluzione-Motor der Vorgängerin 1198 selbst in massiv überarbeiteter Form mit der inzwischen 200 PS starken Konkurrenz nicht hätte aufnehmen können.

Und so hat Ducati für die 1199 Panigale den aufgrund seiner ultra-kurzhubigen Auslegung «Superquadro» genannten neuen Antrieb entwickelt. Ducati ist dabei seinen identitätsstiftenden Wurzeln jedoch treu geblieben, denn das 195-PS-Aggregat verfügt nach wie vor über ein 90-Grad-V2-Layout und desmodromisch gesteuerte Ventile.

Fazit
Ducati hat mit der 1199 den Schritt in die Superbike-Neuzeit erfolgreich gemeistert und spielt nun mit der S 1000 RR und der RSV4 R APRC in der Topliga. Die Panigale macht aber auch Lust auf eine ganz normale Pässefahrt.


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