Das neue Jahr ist da. Unsere Vorschau zeigt die Neuheiten von BMW bis Yamaha.
BMW
BMW will mit einem Doppelschlag den Maxiscooter-Markt aufmischen: Der C 600 Sport zielt in Richtung Yamaha T-MAX, der C 650 GT Richtung Burgman 650. Angetrieben werden beide vom gleichen 60-PS-Motor.
Weitere BMW-News: Das Superbike S 1000 RR wurde technisch und optisch gezielt weiterentwickelt, die F 800 R hat ein Facelift erhalten.
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Ducati
Sie war das unbestrittene Highlight an der diesjährigen EICMA, die bildhübsche und 195 PS starke 1199 Panigale. Während der Preis des Superbikes noch offen ist, ist bereits bekannt, dass die Panigale ab April verfügbar sein wird. Und zwar in drei Versionen: in einer Basis-, einer S- und einer S-Tricolore-Version. Die Highlights der 1199 Panigale? Bessere Traktion, mehr Stabilität und ein Leergewicht von 177 kg (mit vollem Tank 188 kg).
Bei der S-Version ist das aus der Multistrada bekannte DES (Ducati Electronic Suspension) mit dabei, das je nach gewähltem Modus (Race, Sport, Wet) automatisch das Fahrwerk justiert. Die Fahrmodi und die achtstufige Traktionskontrolle DTC sind bei allen Panigale Serie.
Honda
Gleich eine ganze Palette an Neuheiten hat Honda an der EICMA vorgestellt. Die grösste Breitenwirkung dürfte vom neuen 670-ccm-Zweizylindermotor ausgehen, der in drei sehr unterschiedlichen Zweirädern zum Einsatz kommt. Der 48 oder 52 PS leistende Reihenmotor ist auf Durchzugsstärke, Sparsamkeit und bestmögliche Abgasentgiftung optimiert worden.
Zum Einsatz kommt der Antrieb ab 2012 im neuen Naked-Bike NC 700S, im Crossover-Modell NC 700X und im Motorrad-Roller Integra. Eine Besonderheit bei der als Honda-Einstiegsmodell bezeichneten NC 700S ist ein helmgrosses Staufach vor dem Fahrer; der Tank befindet sich unter dem Sitz.
Kawasaki
Lange wurde sie erwartet, nun ist die grosse Versys endlich da: Ausgerüstet mit dem Motor aus der Z 1000, stellt die Versys 1000 wie Hondas Crosstourer ebenfalls eine Art Crossover-Modell dar, mit dem man auf die GS-Klientel schielt. Die Leistung liegt bei 118 PS, das maximale Drehmoment erreicht im schärferen der beiden Motor-Mappings 102 NM.
Ein ABS der neusten Bauart ist ebenso an Bord wie Traktionskontrolle KTRC mit drei Betriebsarten. Dazu kommen praktische Details: etwa ein ohne Werkzeug verstellbarer Windschild, der sehr bequeme Sitz und ein serienmässiger Gepäckträger.
KTM
KTM setzt zwar weiterhin auf seinen Slogan „Ready to Race“, modifiziert offenbar aber dennoch seine Ausrichtung. Die Österreicher wollen wohl breitere Nutzerkreise für ihre Töff interessieren und konzipieren deshalb manche Bikes weniger kantig.
Den Anfang dieser Modellpolitik macht KTM mit der neuen 690 Duke, die mit dem bisherigen Modell nur noch wenig gemein hat. Die neue Duke ist ein mit ABS ausgerüstetes Naked-Bike, das für Einsteiger, Frauen und Fahrschulen genauso attraktiv erscheint wie für Wiedereinsteiger und erfahrene Töfffahrer.
MV Agusta
MV Agusta macht in seinem Modellprogramm Nägel mit Köpfen: Zusätzlich zur bildschönen F3, die im Januar kommenden Jahres endlich ausgeliefert wird, hat man in Mailand eine Art Mini-Brutale lanciert, nämlich die unverkleidete Version Brutale 675. Mit ihr will MV Agusta die Spitze im sogenannten Töff-Mittelgewicht besetzen.
Befeuert wird das Bike vom Dreizylinderreihenmotor der F3. Er wird ein wenig leistungsreduziert; es fallen „nur“ 113 PS an, das maximale Drehmoment beträgt 71 NM. Die Brutale 675 soll ab März 2012 ausgeliefert werden, der Preis für die Schweiz steht noch nicht fest. In Italien wird sie für relativ bescheidene 8‘990 Euro angeboten.
Suzuki
Nicht viele Töffhersteller leisten der Ausrüstung mit Fahrassistenzsystemen noch konsequenten Widerstand - Suzuki gehört dazu. In Hamamatsu hat man es geschafft, das GSX-R-Flaggschiff in vielen Details zu modifizieren, doch auf die Ausrüstung mit einer Traktionskontrolle hat man verzichtet. Konsequenterweise besitzt die neueste GSX-R 1000 natürlich auch kein ABS.
Ansonsten ist die jüngste GSX-R 1000 konsequent verfeinert und damit auch um fünf Kilogramm erleichtert worden (fahrfertig jetzt 203 kg). Die Maximalleistung wird mit 185 PS beziffert, das Drehmomentmaximum mit 117 NM. Leistungsabgabe und Ansprechverhalten sollen noch besser sein, und beim Verbrauch spricht Suzuki sogar von einer Reduzierung um acht Prozent.
Triumph
Triumph hat 2012 drei Modelle am Start. Zwei, die als Modellpflege durchgehen, und eines, das insbesondere bei BMW Sorgenfalten hervorrufen wird. Die neue Tiger Explorer ist eine komplette Neuentwicklung und hat mit dem Vorgänger absolut nichts mehr gemein. Die technischen Eckdaten der attraktiven Grossenduro lassen aufhorchen: 121 NM Drehmoment und innerhalb des Segments den Spitzenwert markierende 137 PS Leistung.
Die Explorer rollt zudem serienmässig mit Traktionskontrolle, Tempomat und abschaltbarem ABS an. Viel Arbeit ist auch in die neuen Instrumente geflossen. Die LCD-Anzeige beherbergt einen Bordcomputer, u.a. mit Temperaturanzeige.
Yamaha
Der erste Yamaha TMAX erschien 2001 und war sofort ein Hit: Er vereinte die praktischen Aspekte eines Rollers mit der Leistungsfähigkeit und - sehr wichtig - mit dem Design eines Sportbikes. Für das Modelljahr 2012 steht nun die dritte Generation an.
Der wassergekühlte Vierventiler leistet neu 46,5 PS und liefert 10 Prozent mehr Drehmoment. Im Vergleich zu anderen Maxitwins ist der TMAX nicht zuletzt dank seines tiefen Gewichts von trocken 200 kg (inkl. ABS) der Sportlichste. Der Preis dürfte nach wie vor bei rund 14‘000 Franken liegen.